Ein Web-Radar auf Handy oder Tablet betreiben
Ein Web-Radar-Server läuft auf dem Zweit-PC und schickt das Radar in den Browser deines Handys. Die LAN-Adresse des PCs finden, eine Firewall-Regel anlegen, das Handy verbinden und verstehen, was es heißt, einen lokalen Port freizugeben.
Kurze Antwort
Ein Web-Radar ist ein HTTP- und WebSocket-Server auf dem Zweit-PC, offen für jeden Browser in deinem Netzwerk. Er braucht weder Fuser noch Capture-Karte, nur die LAN-Adresse des PCs, eine Firewall-Regel für den Port und ein Gerät in diesem Netzwerk.
Auf dieser Seite10
- Wie funktioniert ein Web-Radar?
- Was braucht ein Web-Radar?
- So richtest du ein Web-Radar ein
- Befehle, um die Adresse zu finden und den Port zu öffnen
- Warum ein Web-Radar weder Fuser noch Capture-Karte braucht
- Was kann ein Web-Radar nicht?
- Warum verbindet sich das Handy nicht?
- Wer kann dein Web-Radar sonst noch öffnen?
- Was du prüfst, bevor du es laufen lässt
- Häufige Fragen zu Web-Radaren
Wie funktioniert ein Web-Radar?
Die Radar-Software auf dem Zweit-PC startet einen kleinen Webserver mit zwei Hälften. Die eine liefert eine Seite aus HTML, JavaScript und einem Kartenbild aus. Die andere ist ein WebSocket-Endpunkt, der offen bleibt und Positionsupdates schickt, sobald der Reader sie erzeugt. Ein Browser lädt die Seite einmal und bekommt danach einen Strom von Koordinaten über diesen Socket, und deshalb bewegt sich das Radar flüssig, ohne je neu zu laden. Umsetzungen binden sich üblicherweise an localhost auf einem Standardport, in mehreren veröffentlichten Projekten ist das Port 80. Die meisten bieten ein Einstellungsfeld für den Hostnamen oder die Adresse an, an die gebunden wird.
Was braucht ein Web-Radar?
Es gibt sechs Voraussetzungen, und die letzte ist der Hauptgrund, diesen Weg überhaupt zu gehen.
- Einen funktionierenden Lesepfad
- Das Web-Radar ist nur ein zweites Frontend auf demselben Reader. Löst der Reader das Spiel nicht auf, zeigt kein Browser irgendetwas
- Die LAN-Adresse des Zweit-PCs
- Die Adresse, zu der andere Geräte verbinden. Meist etwas aus 192.168.x.x oder 10.x.x.x
- Eine Bind-Adresse, die nicht localhost ist
- Ein Server, der an localhost gebunden ist, antwortet nur der Maschine, auf der er läuft. Erreichbar wird er erst, wenn er an die LAN-Adresse oder an alle Schnittstellen gebunden ist
- Eine eingehende Firewall-Regel
- Die Windows Defender Firewall blockiert den Port standardmäßig. Eine Erlaubnisregel für diesen TCP-Port im privaten Profil reicht
- Das Anzeigegerät im selben Netzwerk
- Derselbe Router, dasselbe Subnetz. Ein Handy im Mobilfunk erreicht es nicht, und Gastnetze sind meist vom Hauptnetz getrennt
- Sonst nichts
- Kein Fuser, kein Capture-Gerät, kein zweites Videokabel. Dieser Weg umgeht das Bildproblem vollständig
So richtest du ein Web-Radar ein
Bring zuerst das Desktop-Radar zum Laufen, denn jeder Schritt unten setzt voraus, dass es bereits funktioniert.
- Prüf, dass der Reader auf dem Zweit-PC normal läuft und dass das Desktop-Radar das Spiel zeigt
- Ermittel die LAN-Adresse des Zweit-PCs mit ipconfig und notier die IPv4-Adresse des aktiven Adapters
- Stell in den Web-Radar-Einstellungen der Radar-Software den Bind-Host auf diese Adresse oder auf alle Schnittstellen, falls es die Option gibt, und notier den Port
- Leg auf dem Zweit-PC eine eingehende Firewall-Regel für diesen TCP-Port an, begrenzt auf das private Netzwerkprofil
- Öffne die Seite zuerst auf dem Zweit-PC selbst, über localhost und den Port, denn schlägt das fehl, liegt es an der Software und nicht am Netzwerk
- Öffne am Handy einen Browser und gib Adresse und Port des Zweit-PCs ein
- Gib dem Handy einen festen Platz auf einem Ständer neben dem Monitor und schalt die Bildschirmabschaltung aus
- Reißt der Socket zwischen zwei Runden ab, starte das Radar neu und lad die Seite neu, denn mehrere veröffentlichte Umsetzungen schließen den Socket, wenn eine Runde oder ein Raid endet
Befehle, um die Adresse zu finden und den Port zu öffnen
Führ diese Befehle in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten auf dem ZWEIT-PC aus.
REM Find this machine's LAN address
ipconfig
REM Look for the active adapter's IPv4 Address, e.g. 192.168.1.42
REM Allow the web radar's port inbound, private networks only
netsh advfirewall firewall add rule name="Web radar" dir=in action=allow protocol=TCP localport=8080 profile=private
REM Then open this on the phone, substituting your own address and port
REM http://192.168.1.42:8080
REM Remove the rule when you are done
netsh advfirewall firewall delete rule name="Web radar"Warum ein Web-Radar weder Fuser noch Capture-Karte braucht
Diese beiden Boxen gibt es, um ein einziges Problem zu lösen: das Bild des Zweit-PCs vor dein Auge zu bringen. Ein Web-Radar löst es, indem es auf dem Zweit-PC gar kein Bild erzeugt; es erzeugt eine Seite, und jeder Bildschirm mit Browser kann sie darstellen. Ein Handy neben dem Monitor, ein Tablet, ein altes Notebook und ein Browserfenster auf einem zweiten Bildschirm funktionieren alle gleich. Es gibt keine Videokette, keine EDID, keine Kabelreihenfolge und keine gemeinsame Obergrenze bei der Bildwiederholrate, für ein reines Radar-Setup ist das also der günstigste und robusteste Bildweg überhaupt.
Info
Was kann ein Web-Radar nicht?
Ein Web-Radar ist eine Karte und kein Overlay. Es kann keine Boxen auf das Spielbild zeichnen, weil es den Videopfad des Spiels nie berührt, und genau deshalb ist es so einfach. Willst du ESP über dem Spiel auf deinem Hauptmonitor, können dir Netzwerkeinstellungen das nicht geben, und du bist wieder bei einem Fuser oder einer Capture-Karte.
Warum verbindet sich das Handy nicht?
Die ersten beiden Zeilen decken die große Mehrheit der Meldungen ab.
| Symptom | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Die Seite lädt auf dem Zweit-PC, aber nicht auf dem Handy | Der Server ist an localhost gebunden und antwortet damit nur seiner eigenen Maschine | Stell den Bind-Host auf die LAN-Adresse oder auf alle Schnittstellen um und starte das Radar neu |
| Die Verbindung vom Handy läuft in einen Timeout | Die Windows Defender Firewall verwirft die eingehende Verbindung | Leg eine eingehende TCP-Erlaubnisregel für diesen Port an und prüf, ob das Netzwerk als Privat und nicht als Öffentlich eingestuft ist |
| Die Verbindung wird sofort abgelehnt | Auf diesem Port lauscht nichts — falscher Port, oder der Server läuft nicht | Prüf den Port in den Einstellungen der Software noch einmal und stell sicher, dass die Web-Radar-Funktion wirklich eingeschaltet ist |
| Das Handy hängt im WLAN und kommt trotzdem nicht dran | Gastnetz oder Client-Isolierung am Router, oder das Handy hängt in einem abgetrennten Subnetz | Häng das Handy in dasselbe Netzwerk wie den Zweit-PC und schalt die Client-Isolierung für dieses Netzwerk ab |
| Die Seite lädt, die Karte bleibt leer | Die Seite wird ausgeliefert, aber der WebSocket liefert nichts, oder der Reader ist in keiner Runde | Prüf zuerst den Reader, denn ist auch das Desktop-Radar leer, ist das kein Netzwerkproblem |
| Das Radar friert am Ende jeder Runde ein | Mehrere Umsetzungen schließen den Socket, wenn die Runde endet | Starte das Radar neu und lad die Seite neu. Das ist dokumentiertes Verhalten und kein Fehler |
| Flüssig am PC, ruckelig am Handy | Die WLAN-Qualität, oder ein Aktualisierungsintervall, das eine schwache Verbindung überschwemmt | Wechsel auf 5 GHz oder geh näher an den Router, und erhöh danach das Aktualisierungsintervall, bis es stabil ist |
Achtung
Wer kann dein Web-Radar sonst noch öffnen?
Du betreibst auf deiner eigenen Maschine einen Webserver ohne Anmeldung, alles im selben Netzwerk, das Adresse und Port kennt oder errät, kann das Radar also öffnen. Dazu zählen Mitbewohner, Gäste im selben WLAN und alles andere, was damit verbunden ist. Mehrere veröffentlichte Projekte gehen weiter und raten dazu, den Port am Router weiterzuleiten, damit Freunde sich verbinden können. Versteh, was das bedeutet, bevor du es tust. Ein weitergeleiteter Port ist aus dem offenen Internet erreichbar, und der Verkehr ist reines HTTP, solange du nichts davorsetzt. Der lauschende Dienst ist außerdem derselbe Code, der dein Spiel liest. Halte ihn im lokalen Netz, halte die Firewall-Regel auf das private Profil begrenzt und entferne die Regel, wenn du sie nicht mehr brauchst.
Was du prüfst, bevor du es laufen lässt
- Die Firewall-Regel ist auf das private Profil begrenzt und nicht auf alle Profile
- Am Router ist kein Port weitergeleitet, außer du hast dich bewusst dafür entschieden
- Das Netzwerk, in dem der Zweit-PC hängt, ist in Windows als Privat eingestuft
- Du kennst den Port und kannst die Regel entfernen, wenn du fertig bist
- Das Handy hängt im selben Netzwerk, steht auf einem Ständer und hat die Bildschirmabschaltung aus
- Das Desktop-Radar war vorher getestet und lief, damit eine leere Seite eine Ursache hat statt drei
Häufige Fragen zu Web-Radaren
Brauche ich einen Fuser, wenn ich ein Web-Radar nutze?
Nein. Web-Radar und Fuser sind zwei verschiedene Antworten auf denselben Bedarf. Das Web-Radar gibt dir eine Karte auf einem anderen Bildschirm, ein Fuser gibt dir ein Overlay auf deinem Hauptbildschirm.
Kann ich das Handy über Mobilfunk nutzen?
Nicht, ohne den Server ins Internet zu stellen, also mit Portweiterleitung und allem, was daraus folgt. Im selben WLAN braucht es nichts außer einer Firewall-Regel.
Welchen Port soll ich nehmen?
Den, den deine Software nutzt; veröffentlichte Projekte nehmen häufig Port 80 als Standard. Belegt etwas anderes auf der Maschine diesen Port schon, änder lieber den Port der Software, statt darum zu konkurrieren.
Ist es sicher, den Link an einen Freund zu geben?
Im eigenen Heimnetz läuft es darauf hinaus, wer bei dir im Haus ist. Über das Internet heißt es, einen Port zu einem Server ohne Anmeldung zu öffnen, der deinen Spielspeicher liest, und das ist kein Schritt, den man nebenbei geht.
Wirkt sich ein Webserver auf dem Zweit-PC auf den Gaming-PC aus?
Nein. Er läuft auf dem Zweit-PC und spricht über dein Netzwerk mit Browsern. Der Gaming-PC ist nicht beteiligt, und dort gibt es nichts Zusätzliches zu sehen.
Quellen
Die veröffentlichten Radar-Projekte, auf die wir uns beziehen, stehen nicht in unserer geprüften Quellenliste, und die Firewall-Regel wie auch die Schritte am Handy stammen aus der Arbeit an der Werkbank.
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